Nachstehend finden Sie eine Zusammenfassung über der Aufbau meiner Anlage. Die Bilder entstanden in meiner alten Wohnung; Zwischenzeitlich steht die Anlage fast unverändert (es sind noch weitere Becken dazugekommen) in einem separaten Fischkeller
Nach mehreren Jahren mit verschiedenen Aquarien als Hälterungsbecken, u.a. 2 x 200 l und ein 300 l Doppelbecken, entschloss ich mich im Spätsommer 2000 diesen (größten) Teil meiner Anlage grundlegend umzustellen. Die 200 l Becken wurden bis dahin über je einen Eheim 2328 Topffilter mit integriertem Heizer und Temperaturfühler gefiltert. Dieses bedingte einen häufigen Wasserwechsel, da die Filter die Belastung durch den Futtereintrag nur mäßig verkrafteten. Das 300 l Doppelbecken war mit einem externen Biofilter mit ca. 100 l Volumen gut ausgestattet und problemlos. Allerdings war diese Konstruktion mit Ihrem Unterbau nicht sonderlich ansehnlich. Also ging es an das Planen der neuen Anlage.
Da meine Räumlichkeiten durch eine sehr niedrige Dachschräge eingeschränkt nutzbar sind und 50 cm hohe Aquarien mit normalen Aquarienunterschränke zu hoch waren hatte ich schon beim Aufstellen der alten 200 l Becken eine Unterkonstruktion mit dem IKEA-Regalsystem STEN (unbehandeltes Holz) gebaut. Dabei entschied ich mich für Einlegeböden des Formates 50 x 51 cm ( Breite x Tiefe). Jedes der 50 cm-Elemente stattete ich mit 3 Einlegeböden zur Stabilisierung aus (Laut IKEA-Prospekt ist jeder einzelne Boden bis zu 500 Kilogramm belastbar). Die Gesamtlänge dieses (alten) Unterbaus beträgt 2 Meter. Somit stand mir eine Grundfläche von 200 x 51 cm zur Verfügung, die maximale Höhe für ein Aquarium war durch die Dachschräge an der einen Seite auf 50 cm beschränkt. Deshalb entschloss ich mich Becken des Formates 100 x 50 x 50 cm zu beschaffen. An die Stelle des alten 300 l Doppelbeckens sollte ebenfalls ein solches Becken treten. Unter diesem sollte das neue 4-Kammer Filterbecken auf einem STEN-Regal plaziert werden. Die 3 Hälterungsbecken wurden jeweils mit 3 Bohrungen ( 1 x Zulauf, 2 x Ablauf ), Mittelsteg und nach hinten zu öffnenden Abdeckscheiben bestellt.

Als Auflage für die Aquarien benutzte ich handelsübliche Styroporplatten (100 x 50 cm) in einer Stärke von 3 cm. Die Ränder wurden mit schwarzem Klebeband überklebt. Für die Verrohrung zum Filterbecken verwendete ich 50 mm PVC- Rohr, welches mit normalen Kabelbindern an den Streben des Regalsystems befestigt wurde (siehe Bild oben). Die Aquarien selbst wurden am Boden mit sandbrauner, an den Seiten und der Rückscheibe mit mittelblauer Klebefolie beklebt.

Die beiden 250 Liter Becken nach dem Aufstellen
Das dritte 250 Liter Becken über dem noch ungefüllten 4 Kammer Filterbecken

Das gefüllte Filterbecken, Wasserdurchlauf von links nach rechts. Erste Kammer nur Filterwatte, zweite Kammer Siporax und Lavalit, dritte Kammer Siporax und Lavalit bis in Höhe des Minimalstandes des Filters, darüber bis zum Maximalstand Filterwatte, vierte Kammer Klarwasser. Für zwei der Becken benutze ich die "alten" Eheim 2328 Filter (ohne Füllung, rechts am Bildrand) als Zirkulationspumpe. Gleichzeitig dienen diese als Heizung des Gesamtsystems und halten die komplette Anlage auf einer Temperatur von exakt 30°C. Das dritte Becken wird über eine Kopfpumpe mit Wasser aus dem Filterbecken versorgt.
Meine "neue" Anlage umfasst somit 1000 Liter Volumen (Brutto) wovon ca. 25 % als Filtervolumen verwendet werden. Diese Verhältnis hat sich bei meinem anderen Diskus-Becken als sehr sinnvoll und pflegeleicht herausgestellt. Bei diesem handelt es sich um ein älteres 360 Liter Becken mit einem eingeklebten 4 Kammer Filter von 60 Liter Volumen.

Die Luftversorgung aller Becken erfolgt über zwei Wisa 1000 Membranpumpen, die redundant ausgelegt sind. D.h. in jedem Becken befinden sich zwei Ausströmersteine, die an jeweils eine der beiden Pumpen angeschlossen sind. Zur Sicherheit bei Stromausfällen wurde einer der beiden Pumpen eine USV vorgeschaltet, die die Pumpe ca. 3 - 5 Stunden mit Strom versorgen kann. Zusätzlich sind auf dem Boden der 2. und 3. Filterkammer (Lavalit und Siporax) Ausströmersteine angebracht, um die Bakterienkulturen mit Sauerstoff zu versorgen und eine besser Leistung der Filter zu ermöglichen.